Grammatik

Mit und ohne: welcher Fall kommt danach?

7. September 2026 · 7 Min. Lesezeit · von Lukas

Mit und ohne sind Gegensätze – aber grammatisch verhalten sie sich unterschiedlich. Die kurze Antwort: Nach mit steht immer der Dativ, nach ohne immer der Akkusativ. Beide sind feste Präpositionen, es gibt keine Ausnahme. Hier bekommst du Tabellen und viel Übung.

Praxis & Beispiele

Mit + Dativ, ohne + Akkusativ 🎯

Mit gehört zu den Präpositionen, die immer den Dativ verlangen: aus, bei, mit, nach, seit, von, zu.

Ohne gehört zu den Präpositionen mit Akkusativ: durch, für, gegen, ohne, um.

  • Ich fahre mit dem Bus.
  • Ich trinke den Kaffee ohne Zucker.
  • Er kommt mit seiner Freundin.
  • Sie geht ohne ihren Bruder.
Merke

Diese Zuordnung ändert sich nie, egal welches Verb im Satz steht.

Mit: Begleitung, Mittel und Art

Mit drückt aus, dass jemand dabei ist, womit du etwas machst oder auf welche Weise etwas passiert.

Die Dativformen des bestimmten und unbestimmten Artikels solltest du auswendig können.

GenusbestimmtunbestimmtBeispiel
maskulinmit demmit einemmit dem Zug
neutralmit demmit einemmit dem Auto
femininmit dermit einermit der Bahn
Pluralmit den …nmit meinen …nmit den Kindern

Tabelle seitlich scrollbar.

  • Ich schreibe mit einem Kugelschreiber.
  • Wir fahren mit den Fahrrädern.
  • Sie spricht mit ihrer Chefin.
Gut zu wissen

Im Dativ Plural bekommt das Nomen ein -n: mit den Freunden, mit den Kindern.

Ohne: etwas fehlt

Ohne sagt, dass etwas oder jemand nicht dabei ist. Danach steht immer der Akkusativ.

Sehr oft steht nach ohne gar kein Artikel, besonders bei Speisen und abstrakten Begriffen.

GenusbestimmtunbestimmtBeispiel
maskulinohne denohne einenohne den Schlüssel
neutralohne dasohne einohne das Handy
femininohne dieohne eineohne die Karte
Pluralohne dieohne meineohne die Papiere

Tabelle seitlich scrollbar.

  • Ich trinke Tee ohne Milch.
  • Er ist ohne seinen Laptop gekommen.
  • Ohne dich macht es keinen Spaß.
Merke

Pronomen: ohne mich, ohne dich, ohne ihn, ohne sie, ohne uns, ohne euch.

Personalpronomen nach mit und ohne

Die Pronomen sind besonders wichtig, weil sie im Gespräch ständig vorkommen.

Personmit (Dativ)ohne (Akkusativ)
ichmit mirohne mich
dumit dirohne dich
ermit ihmohne ihn
siemit ihrohne sie
wirmit unsohne uns
ihrmit euchohne euch
sie/Siemit ihnen / mit Ihnenohne sie / ohne Sie

Tabelle seitlich scrollbar.

Gut zu wissen

Merke: mit mir – ohne mich. Diese beiden Formen klingen sehr unterschiedlich.

Ohne … zu: etwas nicht tun

Ohne kann auch einen Infinitivsatz einleiten: ohne … zu + Infinitiv. Das bedeutet, dass eine Handlung nicht passiert.

Das Subjekt muss in beiden Satzteilen dasselbe sein. Sonst benutzt du ohne dass.

  • Er ist gegangen, ohne sich zu verabschieden.
  • Sie hat geantwortet, ohne lange nachzudenken.
  • Ich bin losgefahren, ohne dass er es wusste.

Mit und ohne im Alltag

Im Café, im Supermarkt und beim Reisen brauchst du diese Präpositionen ständig.

  • Einen Kaffee mit Milch, bitte.
  • Ein Wasser ohne Kohlensäure, bitte.
  • Ich fahre mit der U-Bahn zur Arbeit.
  • Ohne Ticket darfst du nicht einsteigen.

Häufige Fehler

  • Ich fahre mit den Bus.

    Ich fahre mit dem Bus.

    Mit verlangt Dativ: mit dem Bus.

  • Ich komme ohne meinem Freund.

    Ich komme ohne meinen Freund.

    Ohne verlangt Akkusativ: ohne meinen Freund.

  • Kommst du mit mich?

    Kommst du mit mir?

    Nach mit steht das Dativpronomen mir.

  • Ich fahre mit den Kinder.

    Ich fahre mit den Kindern.

    Im Dativ Plural bekommt das Nomen ein -n.

Merkhilfe

Mit MIR – ohne MICH. Wer sich diesen Satz merkt, merkt sich beide Fälle.

Zusammenfassung

  • Mit steht immer mit Dativ.
  • Ohne steht immer mit Akkusativ.
  • Pronomen: mit mir, ohne mich.
  • Im Dativ Plural bekommt das Nomen ein -n.
  • Ohne … zu + Infinitiv bedeutet, dass etwas nicht passiert.

Häufige Fragen

Steht nach mit immer der Dativ?

Ja, mit ist eine reine Dativpräposition. Es gibt keine Ausnahme.

Heißt es ohne mich oder ohne mir?

Richtig ist ohne mich, weil ohne den Akkusativ verlangt.

Braucht man nach ohne immer einen Artikel?

Nein. Besonders bei Speisen und abstrakten Begriffen steht kein Artikel: Kaffee ohne Zucker, ohne Geld.

Was ist der Unterschied zwischen ohne zu und ohne dass?

Ohne … zu benutzt man bei gleichem Subjekt, ohne dass bei unterschiedlichen Subjekten.

Wenn du alle Präpositionen systematisch lernen willst, ist der Überblicksartikel zu den deutschen Präpositionen der nächste Schritt.

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