Wortschatz

Kosten richtig verwenden: Was kostet das?

10. September 2026 · 6 Min. Lesezeit · von Lukas

Wie benutzt man kosten richtig? Die kurze Antwort: Kosten steht mit dem Preis im Akkusativ und ohne Präposition: Das Buch kostet zwölf Euro. Es gibt kein für und kein Reflexivpronomen. Hier lernst du alle wichtigen Sätze rund um Preise.

Praxis & Beispiele

Die Grundstruktur: Was kostet was? 💶

Das Subjekt ist die Sache, der Preis steht direkt danach im Akkusativ. Eine Präposition brauchst du nicht.

Kosten ist ein regelmäßiges Verb: kosten – kostete – gekostet.

  • Das Buch kostet zwölf Euro.
  • Die Schuhe kosten achtzig Euro.
  • Wie viel kostet der Kaffee?
  • Das hat nur fünf Euro gekostet.
Merke

Kein für: nicht Das Buch kostet für zwölf Euro.

Nach dem Preis fragen

Es gibt mehrere natürliche Fragen nach dem Preis. Alle sind höflich, wenn du freundlich sprichst.

  • Was kostet das?
  • Wie viel kostet die Jacke?
  • Wie teuer ist das Ticket?
  • Was macht das zusammen?
Gut zu wissen

Im Restaurant hörst du oft: Was macht das? oder Zahlen bitte.

Kosten mit Personen: mich, dich, ihn

Wenn du sagst, wen etwas kostet, steht die Person ebenfalls im Akkusativ. Das gilt auch für Zeit und Kraft.

  • Die Reparatur hat mich dreihundert Euro gekostet.
  • Das Projekt kostet ihn viel Zeit.
  • Der Umzug hat uns viel Kraft gekostet.
Merke

Zwei Akkusative: die Person und den Preis.

Kosten, Preis, teuer, billig, günstig

Rund um Preise gibt es eine kleine Wortfamilie, die du für Alltag und Einkauf brauchst.

WortWortartBeispiel
kostenVerbDas kostet zehn Euro.
die Kosten (Plural)NomenDie Kosten sind hoch.
der PreisNomenDer Preis ist fair.
teuerAdjektivDas Auto ist teuer.
günstig / billigAdjektivDie Wohnung ist günstig.
bezahlenVerbIch bezahle mit Karte.

Tabelle seitlich scrollbar.

Gut zu wissen

Günstig klingt positiver als billig. Billig kann auch schlechte Qualität bedeuten.

Die Kosten: nur im Plural

Das Nomen die Kosten gibt es nur im Plural. Du sagst also nicht die Kost, wenn du Ausgaben meinst.

Typische Verbindungen: die Kosten übernehmen, die Kosten teilen, hohe Kosten.

  • Die Kosten für den Kurs sind hoch.
  • Meine Firma übernimmt die Kosten.
  • Wir teilen die Kosten für das Geschenk.

Häufige Fehler

  • Das Buch kostet für zehn Euro.

    Das Buch kostet zehn Euro.

    Nach kosten steht kein für.

  • Wie viel kostet sich das Ticket?

    Wie viel kostet das Ticket?

    Kosten ist nicht reflexiv.

  • Die Schuhe kostet achtzig Euro.

    Die Schuhe kosten achtzig Euro.

    Das Subjekt steht im Plural, also auch das Verb.

  • Das hat mir viel Geld gekostet.

    Das hat mich viel Geld gekostet.

    Die Person steht bei kosten im Akkusativ, nicht im Dativ.

Merkhilfe

Kosten braucht keine Präposition: Ding + kostet + Preis.

Zusammenfassung

  • Kosten steht mit dem Preis im Akkusativ, ohne Präposition.
  • Die Person steht ebenfalls im Akkusativ: Das kostet mich viel Geld.
  • Kosten ist regelmäßig: kosten – kostete – gekostet.
  • Die Kosten gibt es nur im Plural.
  • Günstig klingt positiver als billig.

Häufige Fragen

Heißt es Was kostet das? oder Wie viel kostet das?

Beides ist korrekt und im Alltag gleich üblich.

Welchen Fall verlangt kosten?

Den Akkusativ, sowohl für den Preis als auch für die Person: Das kostet mich zehn Euro.

Was ist der Unterschied zwischen billig und günstig?

Beide bedeuten niedriger Preis. Billig kann aber auch schlechte Qualität andeuten, günstig klingt positiv.

Kann man sagen die Kost?

Die Kost bedeutet Essen, nicht Ausgaben. Für Ausgaben sagst du immer die Kosten.

Mit diesen Sätzen kannst du in jedem Geschäft, Café oder Kurs sicher nach Preisen fragen. Mehr Alltagswortschatz findest du in den verlinkten Artikeln.

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