Der Streit im Büro – Geschichte auf Deutsch (B1)
Ein Projekt, zwei Meinungen, eine E-Mail zu viel. Nele und Jonas müssen ein Gespräch führen, das keiner von beiden führen will.

Unterstrichene Wörter zeigen dir Grundform und Bedeutung – am Computer beim Darüberfahren, am Handy per Tipp.
Nele liest die E-Mail zum dritten Mal, obwohl sich der Inhalt dadurch nicht ändert. Jonas hat den gestern Abend informiert, dass sich das gesamte Projekt um zwei Wochen – ohne vorher auch nur ein Wort mit ihr zu wechseln.
Sie starrt auf den Bildschirm und spürt, wie sich ein vertrauter in ihrer Brust aufbaut. Seit drei Jahren sie dieses Team, und in dieser Zeit hat sie gelernt, dass Entscheidungen dieser Größe nie allein getroffen werden sollten.
Ihre Kollegin Marie kommt vorbei und bemerkt sofort das Gesicht. „Alles okay?“, fragt sie leise. Nele schüttelt den Kopf und zeigt wortlos auf den Bildschirm.
„Das würde mich auch machen“, sagt Marie. „Aber vielleicht solltest du erst einmal mit ihm reden, bevor du dir etwas vorstellst, das gar nicht so gemeint war.“
Nele atmet tief durch. Sie weiß, dass Marie recht hat, auch wenn ihr im Moment eher danach ist, die Tür zuzuschlagen. Also wartet sie bis zum Nachmittag, weil sie mit klarem Kopf sprechen möchte statt mit Händen.
Um halb drei setzt sie sich zu Jonas an den Tisch, direkt neben das Fenster, durch das die Nachmittagssonne fällt. „Können wir kurz über deine Mail an den sprechen?“, fragt sie so ruhig, wie es ihr möglich ist.
Jonas zusammen, als hätte er auf genau diesen Satz gewartet. „Ich wusste, dass du sauer sein würdest“, sagt er und lehnt sich zurück. „Der Kunde hat mich gestern um kurz vor neun angerufen. Er wollte sofort eine Antwort, weil sein eigener Chef gemacht hat.“
„Das verstehe ich“, antwortet Nele, „und ich werfe dir auch nicht vor, dass du geantwortet hast. Ärgerlich ist nur, dass ich davon aus dem erfahren habe, obwohl ich das Projekt leite und die mit dem Team klären muss.“
Jonas einen Moment und dreht seinen Kaffeebecher zwischen den Händen. gesagt hatte ich Angst, dass du Nein sagen würdest, und dann hätte ich den müssen. Das wollte ich nicht.“
„Genau das ist das Problem“, sagt Nele. „Wenn du Angst vor meiner Antwort hast, redest du nicht mit mir, sondern um mich herum. Das kann auf Dauer nicht funktionieren, weder für dich noch für das Team.“
Jonas nickt langsam, während er auf die Tischplatte blickt. „Du hast recht. Ich hätte dich anrufen sollen, statt einfach zu entscheiden. Es tut mir leid, dass ich dich in eine schwierige gebracht habe.“
Für einen Moment sagt keiner von beiden etwas, doch die Stille fühlt sich anders an als am Anfang des Gesprächs – nicht mehr angespannt, sondern fast
„Lass uns eine Regel festlegen, damit das nicht wieder passiert“, schlägt Nele schließlich vor. „Wer mit dem spricht, informiert die noch am selben Tag, egal wie spät es ist.“
Jonas lächelt zum ersten Mal seit Beginn des Gesprächs. Und falls ich es einmal vergesse, darfst du mir das ruhig unter die Nase
Wie geht die Geschichte danach weiter?
Übungen zur Geschichte
6 Verständnisfragen und 7 Aufgaben zu Nebensätze: weil, dass, obwohl. Deine Punkte zählen wie im Übungsbereich.
Passende Erklärung
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